Aktuelles

Reakkreditierung der Studienrichtung Wirtschaftsinformatik


Alle Neuigkeiten ansehen.


Campusplan

campusplan_image

Unser Standort befindet sich hier.




Implementierung von Grundfunktionen eines Editors für Aktive Objekt-Verhaltensdiagramme

Autor: G. Haberfellner
Masterarbeit: MT9503 (September, 1995)
Betreut von: o. Univ.-Prof. Dr. Michael Schrefl
Angeleitet von: Univ.-Ass. Dipl.-Ing. Peter Bichler
Ausgeführt an: Universität Linz, Institut für Wirtschaftsinformatik - Data & Knowledge Engineering


Einleitung:

Ziel der Diplomarbeit ist die Implementierung eines Editors für Aktive-Objekt-Verhaltensdiagramme.

Aktive-Objekt-Verhaltensdiagramme werden für den konzeptionellen Entwurf von aktiven objektorientierten Datenbanken eingesetzt. Sie repäsentieren eine Darstellung von aktiven objektorientierten Datenbankschemata auf hoher Abstraktionsebene, vergleichbar mit ER-Diagrammen, die konventionelle Datenbankschemata repräsentieren.

Objektdiagramme beschreiben die Struktur von Objekttypen anhand einer Reihe von Eigenschaften (engl.: properties).

Verhaltensdiagramme beschreiben das Verhalten von Objekttypen durch Zustände und Aktivitäten. Ein Verhaltensdiagramm spezifiziert, welche Aktivitäten eines Objekttypes in welchem Zustand angestoßen werden können, und spezifiziert die notwendigen Vor- und Nachbedingungen hierfür.

Aktivierungsskripts legen das aktive Verhalten von Objekttypen fest. Sie definieren hinreichende Auftrittsbedingungen für die Aktivitäten mit Hilfe von Ereignissen und sogenannten Guards. Ereignisse spezifizieren den Zeitpunkt wann eine Aktivität ausgeführt wird. Guards bestimmen die Objekte für welche die Aktivität ausgeführt werden soll.

In der logischen Entwurfsphase werden die Eigenschaften von den Objektdiagrammen in Instanzvariablen von Objekttypen, die Aktivitäten der Verhaltensdiagramme in Methoden und die Aktivierungsskripts in Ereignis-Bedingungs-Aktions-Regeln (EBS-Regeln; engl.: ECA-rules) umgewandelt.


Die vorliegende Diplomschrift ist wie folgt gegliedert:

In Kapitel 2 werden die Grundlagen der Diplomarbeit vorgestellt, dabei wird auf eine ausführliche Darstellung der Grundlagen geachtet. Der Leser soll damit schrittweise an die Thematik dieser Arbeit herangeführt werden. Diese Überlegung bedingt eine Einteilung dieses Kapitels in vier Teile. Kapitel 2.1 teilt dem Leser mit, was aktive objektorientierte Datenbanksysteme sind, und welche Vorteile sie gegebenüber konventionellen Datenbanksystemen haben.

Kern dieser Arbeit ist die Implementierung eines AOBD-Editors, welches ein Tool zur Systemanalyse darstellt, daher beschäftigt sich Kapitel 2.2 mit verschiedenen Ansätzen der Systemanalyse, und stellt im Anschluß daran noch einige Modelle der Systemanalyse vor. Bevor mit der Implementierung des Editors begonnen werden konnte, wurden wesentliche Aspekte von Editoren erarbeitet. Mit diesen allgemeinen Überlegungen im Zusammenhang mit Editoren beschäftigt sich Kapitel 2.3. Kapitel 2.4 geht dann speziell auf die Eigenschaften vergleichbarer, bereits bestehender Editoren ein. Es werden der BIER-Editor, der OBD-Editor und das OMTool vorgestellt.

Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem theoretischen Kern der Diplomarbeit, nämlich mit Aktiven Objekt-Verhaltensdiagrammen. In diesem Kapitel werden Begriffe wie Objektdiagramme, Lebenszyklusdiagramme, Aktivitäts-Spezifikationsdiagramme und Aktivierungsskripts ausführlich behandelt.

Kapitel 4 hat die Darstellung der Architektur des AOBD-Editors zum Inhalt. Dabei wird geklärt, wie der Editor aufgebaut ist, und wie die einzelnen Teilsysteme miteinander kommunizieren. Schließlich wird noch das Ergebnis der Entwurfsphase, nämlich das logische Modell des Editors präsentiert.

Kapitel 5 soll dem Leser das Arbeiten mit dem Editor erleichtern. Es wird eine mögliche Vorgehensweise beim Arbeiten mit diesem Editor beschrieben, weiters werden auch spezielle Situationen herausgegriffen und genauer behandelt.

Bei der Implementierung des Editors wurde stets auf eine spätere Erweiterung geachtet. Kapitel 6 beschäftigt sich mit möglichen Erweiterungen des Editors in der Zukunft.